Team Eggerz KG
geschrieben von 
17. August 2018
Publiziert in Aktuelles

Urlaubszeit – Gaunerzeit – Tipps und Informationen

Der Urlaub ist geplant und die Vorfreude wird immer größer, je näher die Urlaubszeit kommt. Viele Menschen möchten diese Freude mit ihren Freunden teilen. Heute geschieht das sehr öffentlich und meist ohne viel Nachdenken. Facebook, Twitter & Co. sind die populärsten Plattformen, um solche Informationen oft sogar mit aller Welt zu teilen. Vom Urlaubsort aus dann auch schnell ein paar schöne Fotos gepostet, das Profilbild wird geändert, usw. Wer es unter den Gaunern darauf anlegt, wird herausfinden, wo der freizügige Urlauber normalerweise wohnt – dazu reichen schon Angaben wie Vor- und Nachname und der Wohnort in Facebook. Eine kleine Recherche und eine leer stehende Wohnung oder ein Haus ist schnell lokalisiert. Solche Gefahren ausgehend von den Social Media Plattformen sind nicht zu unterschätzen. Aber nicht nur das. Auch die in Facebook integrierte nette Funktion von Google Maps, in dem der genaue Aufenthaltsort gepostet werden kann, birgt ähnliche Gefahren. Hier gilt ebenfalls, dass Kriminelle sich die Information, dass jemand nicht zuhause ist, zunutze machen können. Diebe brauchen wirklich nicht viel Zeit, um eine leer stehende Wohnung auszuräumen.

Kofferanhänger – eine meist unterschätzte Gefahr

Doch die Gefahren beginnen schon vor Urlaubsantritt beim simplen Kofferanhänger. Es gibt kriminelle Banden, die sich darauf spezialisiert haben, an Bahnsteigen oder anderen Wartestellen nach gut sichtbaren Kofferanhängern Ausschau zu halten und die Adressangaben abzulesen. Dieses Risiko lässt sich leicht minimieren, in dem darauf geachtet wird, dass nur solche Kofferanhänger verwendet werden, auf denen die Anschrift verdeckt ist.

Lassen Sie sich den Urlaub nicht vermiesen – sorgen Sie vor!

Obwohl Gauner rund ums Jahr aktiv sind, ist die Urlaubszeit besonders attraktiv für Raubzüge, da viele Menschen ihre Wohnung verlassen und in den Urlaub fahren. Es gibt weitere gute Tipps, wie das Risiko, Opfer eines Einbruchs während des Urlaubs zu werden, minimiert werden kann. Hier die Wichtigsten: Informieren Sie Ihre nächsten Nachbarn, dass Sie wegfahren. Aufmerksame Nachbarn haben schon so manchen Einbruchsversuch vereiteln können. Organisieren Sie, dass jemand den Briefkasten leert und die Rollläden auf- und zuzieht, vielleicht auch mal durchlüftet. Das alles erweckt den Eindruck für Beobachter, dass das Haus nicht lange leer steht. Organisieren Sie bei einem längeren Urlaubsaufenthalt, dass der Garten nicht vor sich hin wuchert – für Diebe ist das auch ein Hinweis in der Urlaubszeit, dass niemand zuhause ist. Nutzen Sie Zeitschaltuhren in den Räumen für die Steuerung von Licht und vielleicht auch Fernsehgeräte oder Musikanlagen. Letztlich ist es auch sehr beruhigend zu wissen, dass Ihre Wertgegenstände im Haus wirklich sicher untergebracht sind. Ein Safe oder ein Schließfach bei der Bank, bietet mehr Schutz als selbst die hinterste Ecke im Schrank zu hause. Schon solche einfachen Ratschläge können den Unterschied machen und Sie vor einer bösen Überraschung nach Ihrer Rückkehr bewahren.

Die Geheimsprache von Einbrechern

Haben Sie schon den Begriff „Gaunerzinken“ gehört?  Damit sind die geheimen Zeichen gemeint, die den Gaunern besondere Informationen liefern zum möglichen Tatort. Es gibt sie schon seit Jahrhunderten überall auf der Welt und sie werden meist von gut organisierten Verbrecherbanden verwendet. Solche Banden bestehen aus Spähern, die zunächst bestimmte Objekte ausgiebig beobachten und alles Wichtige registrieren. Ihre Beobachtungen werden direkt vor Ort als Informationen für die durchziehende Einbrecherbande hinterlassen. Dies erfolgt durch bestimmte Zeichen, die mit Kreide irgendwo unauffällig gezeichnet werden. Es gibt aber auch Zeichen, die sich aus Stöcken oder Stofffetzen oder anderen Materialien zusammensetzen. Viele Menschen erkennen die Gefahr, die sich dahinter verbirgt gar nicht, sondern ordnen sie eher harmlosen Kinderhänden oder Schmierfinken zu. Solche Zeichen können selbst auf einer staubigen Unterlage hinterlassen werden. Nachfolgend ein paar Beispiele der gängigsten Gaunerzinken. Sie geben den Verbrechern eine Reihe von Informationen. Beispielsweise, generell, ob sich hier ein Einbruch lohnt oder nicht, wo die beste Einstiegsmöglichkeit ist oder die Fluchtwege zu finden sind, Auskunft über die Bewohner oder ob es gefährlich ist. Die Zeichen können je nach Bande variieren in Form und Aussage. Aber generell gilt:  Wer solche Zeichen entdeckt, sollte sie abfotografieren, sie danach sofort sorgfältig wegwischen und dann am besten gleich die Polizei darüber informieren. Es ist wichtig, hier die Informationskette so schnell wie möglich zu unterbrechen. Falls die Bande anrückt finden sie keine Informationen vor, weiß aber, dass die Nachbarschaft der Vorhut hier schon auf die Schliche gekommen sein muss.

Ein Kreis mit 2 Pfeilen durchschnitten sagt – „schnell weg!“

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Ein Kreis mit einem Kreuz heißt „Zu gefährlich! Finger weg!“

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„Achtung: Polizisten unterwegs!“

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Dieses umgekehrte T heißt – „alleinstehende Frau zuhause“

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Umgekehrtes Pi-Zeichen – „Alte Leute“

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Eine gezackte Linie bedeutet: „Achtung bissiger Hund“

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Ein Kreuz markiert dass es hier was zu holen gibt

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Was wie das Olympiazeichen aussieht heißt – „Bargeld!“

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Der simple Minus-Strich sagt aus: „Hier lohnt es sich nicht“

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Nur Männer hier

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